Dieses Jahr war es soweit – der Sommer-Mädels-Urlaub hat schon lange genug warten müssen. Diesen Sommer sollte es endlich sein! Wir hatten uns für Griechenland entschieden. Wegen der Menschen, der Natur, dem Meer und den wunderschönen Geschichten, die wir erzählen wollten.

Normalerweise bin ich diejenige, die sich wochenlang durch das Internet forstet, Pinterest checkt, auf Instagram die schönsten Fotos ortet. Ich mag kein All-Inclusive, keine Riesen Hotel-Klötze und schon gar keine überfüllten Frühstücksräume, in denen man den Tisch zugewiesen bekommt. Ich stehe auf leider viel zu teure Boutique-Hotels, die man als Student nur besuchen kann, wenn ganz plötzlich ein Goldesel vor der Tür steht.

UNTERKUNFT

Was wir in unserem Urlaub herausgefunden haben, ist, dass die Unterkunft einen ganz großen Teil davon ausmacht, wie der Urlaub verläuft. Und ich bin unglaublich glücklich, dass Nina, meine beste Freundin, mir ein paar Monate davor einen Link zu einer kleinen charmanten Airbnb Unterkunft geschickt hat.
Diese Unterkunft war womöglich die beste Entscheidung, die wir treffen konnten.

https://www.airbnb.de/rooms/17389945?location=Rhodos%2C+Griechenland

Es war immer schön, abends heimzukommen und Katerina und Perikles zu sehen. Sie leben im gleichen Haus mit zwei kleinen Hunden. Allerdings waren alle so unglaublich leise, zuvorkommend und rücksichtsvoll, dass wir fast gar nicht merkten, dass hier noch jemand wohnt.

Perikles holte uns gegen ein kleines Entgelt vom Flughafen ab, fuhr uns zu unserer Schiffstour an den Hafen, nahm Nina auf dem Moped mit, wenn sie etwas vergessen hatte und brachte uns am Ende auch wieder zum Flughafen zurück. Wir hatten unseren eigenen Chauffeur für die ganze Reise.

Unsere Unterkunft lag in einer versteckten Gasse, ganz ruhig und ganz ohne Touri-Lärm. Wir gingen zu Fuß 5 Minuten zum Strand, zur Altstadt 10 Minuten. Einen kleinen Supermarkt und einen Bäcker hatten wir direkt um die Ecke, wenn der Hunger abends groß war, war eine Straße mit tollen Restaurants zwei Gassen weiter.

https://www.airbnb.de/rooms/17389945?location=Rhodos%2C+Griechenland

RESTAURANTS

Eigentlich ist es uns abends nie schwer gefallen, ein Restaurant zu finden, das uns gefiel und auch noch gut war. Ein paar kleine Dinge sollte man allerdings doch beachten:

  • Restaurants oder Imbisse mit den typischen Werbefotos von Gerichten unbedingt meiden. Das ist nichts als Tourist-Abfertigung.
  • Lasst euch nicht von den „Marktschreiern“ vor den Restaurants bequatschen. Wahrscheinlich hat es einen Grund, dass sie ihre Gäste so anlocken.
  • Lauft lieber ein bisschen weiter und gebt euch nicht gleich mit dem Erstbesten zufrieden. Auch wenn der Hunger größer wird – es wird sich lohnen.

Unsere schönsten Abende verbrachten wir in diesen Restaurants:

KOUKOS RHODES. Ein relativ großes Restaurant, zudem außerdem eine kleine hauseigene Bäckerei und einige Hotelzimmer gehören. Das Essen ist typisch griechisch, es gibt Fleisch und Fisch und leckere Desserts, für die ihr euch unbedingt beim Hauptgang zusammen reißen solltet. Lediglich bei den Cocktails, solltet ihr generell in Griechenland etwas vorsichtig sein und lieber zum traditionellen Ouzo greifen.
Das Koukos ist immer komplett ausgebucht, falls ihr dort essen möchtet, unbedingt vorher vorbeischauen und reservieren!

CAFÉ RESTAURANT AUVERGNE. Feinste Gerichte, hausgemachte Snacks und Pies, eine prall gefüllte Weinbar, frische Säfte und jeden Abend eine andere Live-Band. In wunderschöner Atmosphäre sitzt ihr hier in einem Hinterhof unter einem großen Baum. Lichter, Kerzen und die tolle Musik machen den Abend perfekt!

RONDA BEACH BAR & RESTAURANT. Insgesamt waren wir 8 Tage in Rhodos. Unseren letzten Abend verbrachten wir in diesem fabelhaften Beach Restaurant, das schöner war, als wir uns vielleicht jemals gedacht hätten. Überall hängen Lampions und Kerzen und die Atmosphäre ist geradezu – perfekt. Das Essen ist etwas teurer, aber für diesen letzten Abend völlig in Ordnung. Unser Tipp: den Caesar Salad zu zweit als Vorspeise und ganz dringend das Schoko-Küchlein als Nachtisch.

VIBE

Die Griechen sind gemütlich, entspannt und das ganze Leben etwas entschleunigt. Alles, was man für einen Urlaub braucht. Katerina zündet jeden Abend im gemütlichen Innenhof Kerzen an, die die ganze Nacht brennen. Wir sitzen abends noch lange dort, trinken ein Gläschen Wein und halten die Zeit an.
Wir waren nicht einmal feiern in Rhodos, das lag vielleicht daran, dass wir uns jeden Abend freuten, „heim“ zu kommen. Das Nachtleben ist vermutlich gar nicht so übel, Perikles berichtete uns öfter davon: „I just saw two totally drunk girls walking home from the party. I’m happy to see you here, girls!“

WHAT YOU CAN’T MISS 

An zwei Tagen mieteten wir uns ein Auto. Ab 21 Jahren und mindestens 3 Jahren Fahrerfahrung war das überhaupt gar kein Problem. Der Preis lag pro Tag zwischen 40€ und 50€ und das Benzin ist auch relativ günstig.
Da wir lange Strecken fuhren, war ein Auto für uns die beste Option, ein Roller oder ein Quad wären wesentlich unbequemer gewesen.

Wir fuhren die Ostküste entlang. Unser Plan war es, Lindos zuerst zu besuchen, und dann von dort wieder gen Norden die Strände abzuklappern.

LINDOS. Also, mietet euch ein Auto und macht euch nach dem Frühstück direkt auf den Weg. Wir waren zweimal hier, weil es uns so gut gefallen hat – die weißen Häuser, kleine Gassen, griechische Handwerkskunst und viele gemütliche Dachterassen.

Lasst euch treiben, trinkt unbedingt einen Frappé (griechisches Muss-Getränk) und seid einfach mal planlos.
Irgendwann kommt ihr dann vielleicht vor den Toren der Akropolis an. Wir bestaunten das riesige Gebilde von unten, da uns die 12€ Eintritt einfach zu teuer waren. Von hier oben lies es sich auch schon wunderbar über Lindos schauen und einige schöne Fotos machen. Lasst die Stadt einfach auf euch wirken.

ST PAULS BAY. Wenn ihr nach Lindos fahrt, packt am besten ein Handtuch ein. Eine der schönsten Buchten, fanden wir, weshalb wir auch zweimal hier waren. Die Liegen kosten, wie fast überall in Griechenland, 10€ und sind es auf jeden Fall wert. Die Bucht ist nicht groß und es gibt nicht viel Platz zum Liegen. Aber am besten ist es sowieso, ihr verbringt die Zeit im Wasser und springt von den Felsen ins klare blaue Nass.

ANTHONY QUINN BAY. Unser Autovermieter gab uns am Morgen noch den Tipp, diesen Strand erst gegen Nachmittag/Abend zu besuchen, da es hier tagsüber immer sehr voll ist. Jackpot! Gegen 19.00 Uhr waren wir fast komplett alleine hier, konnten uns kostenlos auf die Liegen legen und sahen den wahrscheinlich schönsten Sonnenuntergang unseres ganzes Urlaubes.


TSAMBIKA BEACH.
Anders als sonst auf Rhodos gibt es hier einen ewig langen Sandstrand. Es gibt viele Sonnenschirme und Liegen, Wassersportanbieter und einige Beach Bars. Der Strand ist schön, und wenn man in der ersten Reihe liegt und direkt auf’s Meer schaut sowieso – aber gegenüber den anderen Stränden und Buchten, steht Tsambika leider ganz hinten.

Auf dem Weg Richtung Anthony Quinn Bay / Mietet ein Auto, haltet dort, wo es euch gefällt

Den zweiten Roadtrip planten wir etwas anders. Es ging wieder die Ostküste entlang – nach einer etwa 3 stündigen entspannten Autofahrt kamen wir am südlichsten Punkt von Rhodos an.

PRASSONISSI. Eigentlich ist es „nur“ die Südspitze von Rhodos. Aber – rechts das offene ruhigere Mittelmeer, links die bewegte Ägäis, dazwischen ein kleines Stück Sandstrand, das, je weiter man hineinläuft, immer größer scheint.
Prassonissi ist das Paradies für Surfer. Der Wind schlägt einem um die Ohren und peitscht die Sandkörner an jede freie Körperstelle. Tipp: Dringend Haargummi und Sonnenbrille einpacken!
Wir genießen das Treiben hier, schauen den Surfern eine Weile zu und machen uns dann nochmal entlang der Ostküste auf Richtung Lindos.

Was auf jeden Fall auch nicht fehlen durfte, war ein Tages Ausflug mit einem Schiff. Wenn man unten am Hafen entlang geht, vor der Altstadt von Rhodos, stehen tagsüber bis in den späten Abend hinein einige kleine Stände. Dort werden verschiedene Touren angeboten. Für 20€ pro Person (was uns erst etwas irritierte) waren wir von 9.00 Uhr bis 17.00 Uhr unterwegs.

SYMI. Symi bietet nicht viel. Dafür lädt die malerische Insel mit seinen bunten Häusern aber zum Verweilen und Genießen ein. Schlendert durch die Stadt, trinkt einen Frappé und gönnt euch einen kleinen Mittagssnack direkt am Meer. Es gibt viele kleine Läden, das Bummeln und Souvenirs shoppen kommt also auch nicht zu kurz.
Nach zwei Stunden Aufenthalt ging es wieder zurück auf’s Schiff und endlich zur eigentlichen Attraktion des Tages.


 

ST GEORGES BAY. Es ist nicht in Worte zu fassen, vielleicht reichen die Fotos, die wir gemacht haben. Eine verlassene Bucht, keine Menschen, nur ein paar Bote. Umringt von einer atemberaubenden Kulisse. Der Sprung ins Meer.

RHODOS OLD TOWN. Zu Fuß konnten wir entspannt in die Altstadt gehen und die Einkaufsstraße (Socratous) entlang schlendern.  Es tummeln sich hier zwar viele Touristen, aber es ist trotzdem entspannt, in den vielen kleinen Läden zu bummeln und das ein oder andere griechische Souvenir zu kaufen. Es lohnt sich auf jeden Fall hier zu späterer Stunde herzukommen, wenn sich alles schon etwas langsamer dreht und die Stadt in ihr wunderschönes Abendlicht taucht.

Nach einem kurzen Fußweg von der Altstadt in Richtung Hafen, in dem die Kreuzfahrtschiffe parken, stehen die Wiatraki, die hübschen Windmühlen von Rhodos. Diese sind auf jeden Fall den kurzen Weg wert und eine super schöne Fotolocation. 


NEW TOWN. Wer Lust auf richtiges Shopping hat ist hier genau richtig. Zwischen H&M, Zara oder Sephora gibt es hier auch einheimische Schuhläden, in denen man das ein oder andere Schnäppchen ergattern kann.

 

COME AGAIN?

Nach 8 Tagen Rhodos waren wir glücklich, erholt und hatten viele Geschichten im Gepäck, an die wir uns wahrscheinlich noch lange erinnern werden. Die Insel ist einfach traumhaft schön, unsere Unterkunft war perfekt, das Wetter könnte im August bei 30 Grad nicht besser sein.

Urlaubsfeeling kommt erst auf, wenn man abends ohne Jacke und Überwurf noch am Strand spazieren kann.

Die Insel auf eigene Faust zu erkunden war die beste Entscheidung, unser Auto auch.

 

Ob wir wiederkommen?

 

Track für’s Urlaubsfeeling: Summer Chill Mix 2016 ‚ Let’s Live