Ach du letztes Jahr, was hast du mich Nerven gekostet, Zeit geraubt, überrumpelt und wach gehalten. Und dann sagst du einfach so: Tschüssi! Und wirfst mir ein Neues vor die Füße.

Vor mir liegt ein blitzblankes Blatt, das sich darauf freut, mit kunterbunten Flecken gefüllt zu werden.

EIN KLEINER SPÄTER JAHRESRÜCKBLICK UND WAS KOMMT

Es war ein volles Jahr.
Ein Jahr mit vielen Emotionen, Auf und Ab’s. Das nicht nur privat, sondern auch im Herzwerk. Der Blog ist nach vielen Monaten Arbeit endlich online gegangen (JUHU), wurde mit dem ersten Content gefüllt und es wurde mir schnell bewusst – das geht nicht von ganz allein.

Wenn du eine Idee im Kopf hast und die weiter und weiter spinnst, kommst du irgendwann auf den Gedanken, einen Post daraus zu machen. Wenn es dann scheitert, dann an der Umsetzung und am „Mist, das klappt doch nicht so“, oder am Zeitmangel.
Neben dem Studium und der täglichen Pendelei bleibt meistens nicht mehr Zeit als die im Zug, in Freistunden oder eben in einer Nachtschicht.

Ich habe mir für das Jahr 2018 vorgenommen, die Nachtschichten zu reduzieren, mir feste Zeiten einzuplanen, in denen ich ohne Ablenkung und vor allem an einem Stück arbeiten kann. Aber selbst das ist nicht so leicht.

Es sollen mehr Beiträge zu Themen entstehen, die mich bewegen. Nicht nur Lettering, Reisen und DIY, sondern auch Themen, die euch weiterbringen in irgendeiner Weise – seien es Planungstipps und Tools für eure Hochzeit, die Vorstellung von Initiativen und Produkten.

Apropos Produkte – 2017 hat mir einige Kooperationen gebracht, auf die ich stolz bin und die ich gerne aufrecht erhalten würde. Für unsere Workshops im letzten Jahr wurde ich unter anderem von Tombow, Edding und Stabilo gesponsert.

Kooperationen oder #achtungwerbung, sind auf Social Plattformen nicht gern gesehen und der O-Ton lautet oft: „Gott, jetzt wird sie auch noch gesponsert“. Die Menschen um mich herum sind nicht immer einer Meinung. Manche finden es gut, und andere eben doch einfach nur lächerlich: Instagram, Facebook, Youtube, InstaStories.
Ah! InstaStories. Ein Thema, an das ich mich nicht wirklich heran getraut habe, vielleicht aufgrund von Scheu, vielleicht aber auch, weil mich mein Perfektionismus dazu drängt, es nicht ‚einfach schnell so‘ zu machen, sondern eben ‚perfekt, genau so‘. Mein Ziel für dieses Jahr ist es auf jeden Fall präsenter zu sein, Content zu zeigen und dabei aber trotzdem nicht den Spaß und die Leidenschaft zu verlieren.

Die Leute auf Instagram erwarten gute Beiträge, immer wieder tolle Inspiration und das alles, wenn es geht, doch bitte regelmäßig und jeden Abend um 19.00 Uhr. Am besten aber doch zweimal am Tag. Und falls nicht, ja dann bleiben die Likes halt aus.

Ich habe für mich gemerkt, dass ich es nicht schaffe. Ich merke, wie ich plötzlich einfach nur noch Sachen gezeichnet habe, die mich aber eigentlich persönlich gar nicht wirklich beschäftigen, oder mir sogar manchmal gar nicht hundertprozentig gefallen haben. Hauptsache, die Leute mögen es.

Und dann musst du hinterfragen

„Mag ich das, was ich gerade tue? Mögen die Leute es, wie ich bin?“

„Wo stehe ich gerade? Stimmt die Richtung oder muss ich daran arbeiten?“

„Halte ich an meiner Leidenschaft fest?“

Ich werde neue Ziele setzen, werde auf die Menschen vertrauen, die mich und das was ich tue, schätzen. Werde Projekte annehmen, von denen ich überzeugt bin. Werde nicht nur das Ende sehen, sondern die Zeit dazwischen. Werde vielleicht mal Nein sagen und auf’s Gefühl hören.

Es gab tolle Projekte und tolle Kunden, die den Spaß am Prozess mit mir teilten. Die sich riesig über Endergebnisse freuten und das auch ausdrückten. Das macht es leichter, und das gibt Anschub und Lust auf Neues und Nächstes.

2017 erfüllt mich mit Stolz, wenn ich zurück denke, was ich Kleines auf die Beine gestellt habe. Wie es in turbulenten Zeiten auch ein Ende gibt und du einfach den Flow ausnutzen musst, in dem du dich gerade befindest.

Flow ist, wenn du dich wohl fühlst und dir selbst treu bist, dann formen sich neue Ideen und Gedanken von ganz alleine. Und man bekommt ein inneres Gefühl dafür, wo die Reise hingeht – damit wäre die obige Frage auch beantwortet.

Ja, ich mag das, was ich tue, ich liebe es und ich freue mich jeden Tag, dass ich das machen kann und darf.

Ich stehe immer noch ganz am Anfang, komme so langsam rein, verstehe, wie Social Media und die Menschen ticken. Der Weg soll natürlich dahin führen, wo ich mehr Leute erreichen kann, mich und Mein Herzwerk mehr Leute kennen, es weitersagen. Die Richtung ist aufwärts, das nicht ohne Umwege, so wie das bei mir eigentlich immer ist, aber immer höher, immer weiter, immer besser, vor allem das.

Es soll 2018 mehr Workshops für euch da draußen geben (es sind schon einige geplant). Ich halte an der Idee eines PopUp-Stores in Schwetzingen und/oder Umgebung fest (falls jemand Fläche hat, wäre jetzt der Zeitpunkt HIER zu rufen), weil es bei uns hier sowas einfach nicht gibt.
Produkte sollen durch tolle Kooperationen entstehen, und vor allem:

Der Shop soll endlich für euch zugänglich werden.

Das war noch lange nicht alles, was in meinem Kopf herumschwirrt, aber das waren schon mal die ersten Gedanken zum Letzten und auch zum Neuen Jahr.

Es sind schon einige Wochen vorbei, und wir haben schon ein paar Mal im Kalender weitergeblättert.
Ich würde sagen, es sieht gut aus, zweitausendachtzehn.